Mitschreiben bei Vorträgen oder Meetings ist oft schwer: Folgst Du dem Redner konzentriert, leiden Deine Notizen. Konzentrierst Du Dich zu sehr auf Deine Notizen, bekommst Du nicht mehr alles Gesagte mit.

Die Visualisierung von Notizen, auch Sketchnoting genannt, ist die Lösung, um aufmerksam zuzuhören und gleichzeitig sinnvolle und verständliche Notizen aufs Papier zu bringen.

Wie diese Visualisierung funktioniert und welche Vorteile Dir Sketchnoting bietet, erklären wir Dir in diesem Beitrag!

Sketchnotes

Beispiel für Sketchnoting

Sketchnoting - die Kombination aus Text und Bild

Sketchnotes - was ist das überhaupt? Die Erklärung dafür steckt im Namen des Worts: \"Sketch\" und \"Notes\" oder zu Deutsch \"Skizzen\" und \"Notizen\". Du schreibst also nicht nur Texte oder Stichpunkte auf Deinen Notizblock, sondern baust kleine Zeichnungen mit ein.

Das können schon einfache Symbole wie Pfeile sein, die Querverweise in Deinen Notizen deutlich machen. Du kannst aber auch ganze Wörter durch einfache Zeichnungen ersetzen, die du dann immer wieder einsetzt.

Hast Du Dir solch ein Bildvokabular aufgebaut, kannst Du intuitiv übersichtliche Sketchnotes erstellen. Diese Technik ist übrigens nichts Neues: Konsekutiv-Dolmetscher verwenden bei ihren Notizen ebenfalls Symbole für Wörter, um sich ganze Reden leichter merken zu können.

Diese Vorteile bringen Dir Sketchnotes

Für die Visualisierung Deiner Notizen sind keine großen Zeichenkünste gefragt - es geht vielmehr darum, verständliche und einfache Zeichnungen zu erstellen. So ist die Notiztechnik für jeden interessant und bietet Dir auf verschiedenen Ebenen folgende Vorteile:

1. Schneller und leichter Notizen machen

Mit der Visualisierung Deiner Notizen kannst Du während eines Meetings oder Vortrags Inhalte schneller verarbeiten. Das liegt daran, dass unser Gehirn visuelle Eindrücke besser wahrnimmt und leichter Zusammenhänge herstellen kann.

 Hier ist die Kombination aus Bild und Text entscheidend: Diese sorgt dafür, dass Du Dir das Gesagte auch besser merken kannst. Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass Du nicht nur Worte, sondern auch ein festes Bild im Kopf behältst.

2. Besser verständliche Notizen erstellen

Auch wenn Du einige Zeit nach Deinem Meeting auf Deine Notizen schaust, sind visualisierte Notizen von Vorteil. Durch die kleinen Zeichnungen sind Sketchnotes meist deutlich übersichtlicher und leichter verständlich als klassische Notizen.

Anstatt Dich durch mehrere Zeilen Text zu wühlen, siehst Du alles Wichtige direkt auf einen Blick. Hast Du ein bisschen Erfahrung gesammelt, können die visualisierten Notizen auch bei Präsentationen hilfreich sein: Mit Sketchnotes kannst Du Deine Gedankengänge auch für Kunden und Mitarbeiter leichter nachvollziehbarer machen.

Fazit: Darum ist die Visualisierung von Notizen sinnvoll

Beim Sketchnoting reicherst Du Deine klassischen Notizen mit kleinen Zeichnungen an und verbindest Wörter mit Bildern. Das hilft Deinem Gehirn dabei, Inhalte besser zu verarbeiten und sich diese leichter zu merken. Darüber hinaus fertigst Du so verständlichere Notizen an, auf die Du auch später noch zurückgreifen kannst.

Über den Autor

Raimund Hahn

Raimund Hahn ist Diplom-Informatiker und hat an der Hochschule RheinMain, allgemeine Informatik studiert. Nach dem Studium war er 16 Jahre in der Softwarebranche tätig und hat während dieser Zeit seine ersten Unternehmen gegründet. Sein analytisches Vorgehen beim Beurteilen von Projekten und sein profundes Wissen im Aufbau und der Analyse komplexer Strukturen wissen Unternehmer sehr zu schätzen. Raimund Hahn gründete viele Unternehmen in unterschiedlichen Branchen, die er zum Teil auch selbst geleitet oder beraten hat. Bis heute wurden von ihm mehr als 100 Publikationen im Bereich ITK veröffentlicht.