WordPress ist weltweit das verbreitetste Content Management System (CMS) mit einem Marktanteil von 50 % unter diesen und einer Quote von 32 % bei allen Webseiten.

Kein Wunder, ist das 2003 entwickelte WordPress doch zum einen völlig kostenlos, erfreut sich zum anderen aber seitdem stetiger Weiterentwicklung. So ist es in vielen Bereichen der CMS state of the art – und Hilfe findet man bei auftretenden Fragen auch an vielen Orten im Web sehr rasch. So auch mit diesem Artikel von mir, der helfen soll, mit der Gestaltung eines besonders für die Auffindbarkeit der eigenen Inhalte wichtigen Aspekt so umzugehen, dass man bestmögliche Effekte auch noch nach der Veröffentlichung erreicht: WordPress Permalink ändern.

Nach einer kurzen Einführung, was diese überhaupt darstellen, gehen wir in medias res, um zu ermöglichen, dass man auch nachträglich noch Änderungen am Permalink – also schlicht den Links – vornehmen kann, ohne auf bestimmte positive Effekte beim SEO verzichten zu müssen, wie beispielsweise das Alter oder die Aktualität eines eigenen WordPress-Beitrags.

Was ist überhaupt ein Permalink?

Ein sogenannter Permalink – was sich aus “permanent” und “Hyperlink” zusammensetzt – ist der Identifikator einer ganz konkreten Unterseite einer Webpräsenz, anders als der URL, der die eigentliche Webadresse darstellt.

Die unter einem Permalink aufzufindenden Inhalte kann der Betreiber einer Website zwar beliebig immer wieder verändern, aktualisieren oder auch komplett neu einspielen. Der Permalink aber bleibt eben permanent, also dauerhaft, derselbe.

Wordpress Permalink ändern
Den WordPress Permalink ändern ist ganz einfach

Ganz wichtig gerade dann, wenn man auch darauf setzt, dass die eigenen Inhalte von anderen verlinkt werden (sollen): der Permalink ist jener Link, mit dem von anderen (oder auch von innerhalb der eigenen Seite) auf diesen Inhalt verlinkt wird. Ändert man also dessen Struktur, nachdem andere bereits mittels dieses Permalinks auf diesen Inhalt verlinkt haben, erzeugt man sogenannte “tote Links” – und die menschlichen Besucher finden die entsprechenden Inhalte nicht.

Doch genau dies kann man mittels einiger Maßnahmen verhindern, die hier im weiteren Verlauf genauso erläutert werde werden, wie auch das Vorgehen dabei, grundsätzlich überhaupt Permalinks in WordPress nachträglich zu ändern. Dafür beginnen wir erst einmal mit dem Blick auf üblicherweise klassische Merkmale eines Permalinks.

Viele Optionen: Titel, Datum oder Autor?

Wie setzt sich ein Permalink auf einer Website zusammen? Grundsätzlich ist man hier völlig frei, wie man seine Inhalte benennt. Man könnte sie einfach durchnummerieren, sich komplizierte Zeichenketten einfallen lassen oder auch – was wohl zumindest bei nicht-seo-optimierten Seiten am häufigsten der Fall ist – schlicht den Titel der Beiträge verwenden. Bei der Nutzung von WordPress bietet dieses von Haus aus mehrere, ebenfalls gängige, Optionen für die Gestaltung eines Permalinks zur Auswahl an.

Die folgenden Gestaltungsarten eines Permalinks stehen standardmäßig bei WordPress zur Verfügung:

einfach (www.name.de/?p=123)
Tag und Name (www.name.de/Jahr/Monat/Tag/Titel)
Monat und Name (www.name.de/Jahr/Monat/Titel)
Numerisch (www.name.de/archive/123)
Beitragsname (www.name.de/Titel)
Benutzerdefiniert (www.name.de/etlicheoptionen)

In der letzten Variante kann man dann zig Platzhalter einfügen wie Jahr, Monat, Tag, Uhrzeit, ID, Titel, Kategorie oder Autor des Textes. Das erzeugt dann je nach Wunsch schon mal ganz schöne Ungeheuer, die man später vielleicht bereut, weil sie ziemlich unpraktisch bei der Handhabung wirken.

Standardmäßig wählt WordPress hier die erstgenannte Variante, die dem Besucher genauso wenig wie den Suchmaschinen wie Google aber etwas über den unter diesen URLs zu erwartenden Inhalt verrät.

Eigentlicher Änderungsvorgang ist kinderleicht

Doch ganz gleich, aus welchem Grund man einen Permalink nun ändern möchte, es kommt nun mal vor, dass man das tun möchte. Vielleicht hat man zu Beginn des Einsatzes von WordPress gar nicht gewusst, welche elementare Bedeutung diese haben, vielleicht haben sich im Bereich der SEO einige Faktoren verändert, die man zuvor nicht berücksichtigte. Unabhängig davon, was einen Betreiber nun dazu veranlasst, sich an die Veränderung von Permalinks zu machen, will ich hier diese Frage eingehend beantworten:

Wie kann man in WordPress einen Permalink ändern?

Das ist zum Glück sehr einfach möglich, man benötigt weder Detailwissen noch ein Plugin. Schlicht im Backend den Bereich “Einstellungen” und darunter dann den Bereich “Permalinks” aufsuchen. Dort stehen einem diese sechs oben genannten Alternativen zur Auswahl. Mit einem Klick auf die gewünschte Form des Permalinks und einem weiteren Klick auf “Änderungen speichern” unten auf dieser Einstellungsseite hat man das gewünschte Ziel, Permalinks zu ändern schon erreicht. So einfach ist das? Ja. Und es ist auch zu jeder Zeit wieder rückgängig zu machen oder in ein dann doch noch anderes Format zu ändern.

URLs am besten “sprechen” lassen

Doch wer dabei professionell vorgehen möchte, oder zumindest zum größtmöglichen Nutzen für die Auffindbarkeit bei Suchmaschinen wie Google und anderen, sollte hier eben nicht ständige Änderungen durchführen. Im Gegenteil ist es äußerst ratsam, sich einmal nach Abwägen aller Faktoren für eine Struktur der Permalinks zu entscheiden und es dann dabei zu belassen. Zudem ist es ratsam, vor dem WordPress Permalink ändern ein Backup zu erstellen. Außerdem gilt es nach einer solchen Änderung eines Permalinks im besten Fall noch weitere angezeigte Maßnahmen zu beachten. Kommen wir also zu jener Reihenfolge bei der Änderung eines Permalinks, nach der ich empfehle vorzugehen.

Sicherheit zahlt sich im Fall der Fälle aus!

Erster Schritt: Anlegen eines Backups.

Gerade Anfänger übergehen diesen wirklich sinnvollen Schritt gerne mal. Sei es aus Bequemlichkeit, sei es, weil ihnen nicht klar ist, welche Risiken sie damit eingehen, wenn sie diesen Schritt überspringen. Wie man ein Backup anlegt, soll hier nicht ausführlich das Thema sein – ist aber auch unter WordPress recht leicht zu bewerkstelligen. So kann man in jedem Fall die ursprüngliche Version seiner mit WordPress erstellen Website wieder herstellen, wenn irgendetwas beim Ändern eines Permalinks schiefgehen sollte. Das ist zwar tatsächlich selten, da WordPress hier sehr zuverlässig arbeitet. Aber kommt es einem Mal zum Fall der Fälle, ist man zwingend abgesichert und in der Lage, die alte Version wieder herzustellen. Zudem ist es ohnehin ratsam, regelmäßig Backups von seinen Inhalten anzulegen.

Backup vor WordPress Permalink ändern
Erstelle ein Backup bevor du den WordPress Permalink änderst

Zweiter Schritt: WordPress Permalinks ändern.

Die Vorgehensweise, beim Permalik WordPress Ändern habe ich weiter oben schon grob umrissen. Diese Funktion ist leicht zu finden, nämlich unter Einstellungen -> Permalink. Dort findet man dann die angesprochenen sechs Optionen zur Auswahl, die ich zur besseren Einfindung darin hier noch einmal darstelle:

einfach
Tag und Name
Monat und Name
Numerisch
Beitragsname
Benutzerdefiniert

So lauten die sechs Optionen jedenfalls in der gegenwärtig gebräuchlichen deutschen Version von WordPress.

Welche Struktur ist die beste?

Welche Version nun empfehlenswert ist, darüber streiten sich die Gelehrten. Wer ohnehin nicht ganz so viel Wert auf SEO-Maßnahmen und -Richtlinien legt, kann das natürlich auch rein nach Geschmack tun. Dennoch ist es im Allgemeinen auch für menschliche Besucher (und das sind schließlich auch jene, welche diese Inhalte möglichst verlinken sollen) besser, wenn man einen sogenannten “sprechenden” Permalink wählt. Heißt: Der Permalink verrät etwas über den Inhalt, und das eben auch mittels der Nutzung des Titels der Beiträge im Permalink.

Wer mehr Wert auf SEO-Aspekte legt, kann sich an anderer Stelle darin einlesen, welche Vor- und Nachteile welche Form des Permalinks bietet, denn hier geht es in erster Linie um die Durchführung der Änderung. Wichtig ist aber in jedem Fall, dass man sich eine solches WordPress Permalink Ändern im Vorhinein gut überlegt, sofern man die WordPress-Seite nicht gerade frisch aufgesetzt hat und noch herum probiert. Denn mit der dann gewählten Zusammensetzung will man ja dauerhaft von Suchmaschinen, nicht nur Google, und allen durch Menschen gesetzten Verlinkungen erreichbar bleiben.

Vielleicht noch gut zu wissen: In den letzten Jahren geht der Trend eindeutig in Richtung:

Nach dem Ändern neue Sitemap nicht vergessen

Dritter Schritt: Weiterleitungen einrichten.

Was ist das? Nun, die Einrichtung der Weiterleitungen wird noch benötigt, um alle, die noch den alten Permalink verwenden, trotzdem zu den nun ja unter einer neuen Adresse liegenden Inhalten zu bringen. Dies ist zwar einerseits durch Einträge in die .htaccess-Datei möglich, aber auf diese Weise sehr aufwändig, insbesondere, wenn man über sehr viele Beiträge auf seiner Website besitzt. Deshalb empfehle ich hier die Verwendung von einem Plugin, welches diese Weiterleitungen automatisch bewerkstelligt. Dafür stehen auf dem großen Markt der WordPress-Plugins gleich mehrere zur Verfügung, die das automatisch für den Webmaster erledigen. So ist sichergestellt, dass auch alle nun ja veralteten Verlinkungen die Besucher weiterhin zum gewünschten Ziel führen.

Weiterleitung nicht vergessen
Nachdem du WordPress Permalink verändert hast: Weiterleitung nicht vergessen

Vierter Schritt: neue Sitemap erstellen.

Auch diese beiden Aspekte gilt es noch zu berücksichtigen. Für die Suchmaschinen muss eine aktualisierte Sitemap erstellt werden. Da empfiehlt sich zum Beispiel das SEO Plugin von Yoast, welches im Übrigen auch noch extrem viele weitere Vorteile bietet. Mittels der Search Console sollte man zudem eine Zeit lang noch prüfen, ob sich noch Fehler beim Crawling finden lassen, die man dann beheben sollte.

Fazit: WordPress Permalink ändern

Da sich die Trends dabei, welche Form der permanenten Links bevorzugt werden, immer mal wieder ändern, kann es nötig werden, diese zu ändern. Das aber ist unter WordPress sehr einfach zu erledigen und genau dies habe ich in dieser kurzen Anleitung dazu beschrieben.

Glücklicherweise bieten die Entwickler von WordPress schon lange genau diese Funktion von Haus aus bei jeder Installation dieses CMS. So muss man nur im Vorhinein ein Backup erstellen und sich im Nachgang um zwei kleinere weitere Schritte kümmern. Fertig ist die gewünschte Änderung, sodass nun alle gewünschten Elemente in den URLs enthalten sein sollten.

Über den Autor

David Hahn

Ich bin Inhaber der Online Marketing Agentur SEO Galaxy, die sich auf den Bereich des OffPage SEOs spezialisiert. Suchmaschinenoptimierung, Website-Erstellung und Online-Marketing sind meine Spezialgebiete - an denen ich mich jeden Tag erfreue! Deshalb auch dieser Beitrag mit wissenswertem Inhalt für Dich :-) Viel Spaß beim Lesen! P.S. Noch was über mich... In meiner Freizeit mache ich gerne Sport und spiele ab und zu auch mal Fifa ;)